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Drei Elfmeter nicht gegeben

Kreisoberliga Rhön-Rennsteig, 9. Spieltag
SV 08 Thuringia Struth-Helmershof – SG FC Schwallungen 1:1 (1:1)

Struth-Helmershof – Bei äußerst unangenehmem Spätwinterwetter erlebten die 110 unentwegten Zuschauer im Nachholspiel des 9. Spieltags weitestgehend eine Partie auf Augenhöhe zweier nahezu gleichwertiger Mannschaften mit Feld- und Chancenvorteilen der Gastgeber, denen die Gäste jedoch einige hochkarätige Gelegenheiten entgegensetzten. Das Spiel zuungunsten der Thuringia entschieden hat letztlich allerdings Schiedsrichter Holger Volkmar aus Obermaßfeld-Grimmenthal, der den Hausherren drei glasklare Elfmeter verweigerte, über deren Berechtigung keine Zweifel bestehen können.

Schwallungen fand bedeutend besser in diese sehenswerte, weil bis zum Schluss umkämpfte Partie auf dem Struth-Helmershofer Hartplatz. Einige Schüsse endeten knapp neben dem Gehäuse oder wurden abgeblockt, die beste dieser Gelegenheiten ergab sich für Mario Bischoff, dessen Freistoß von der Latte aufgehalten wurde (10.). Erst nach einer Viertelstunde konnten die Einheimischen die Partie annehmen und gingen bei ihrer zweiten Gelegenheit in Führung. Einen zunächst abgewehrten Ball erwischte Martin Flache und schoss nicht scharf, aber platziert ins linke untere Eck zum 1:0 ein (18.). Das war das Signal. Die fortan feldüberlegenen Struther erspielten sich einige Möglichkeiten, von denen nach Zusammenspiel mit David Rothamel Flache die beste, weil hundertprozentige, vergab, als er allein vor dem zunächst unsicheren Torwart Andy Pfannschmidt den Ball nicht richtig traf (30.). In dieser Phase wussten sich die Gäste oftmals nur durch Foulspiel zu behelfen und produzierten ein solches rüdes. Kapitän Alexander Huhn wurde durch „Drüberhalten“ am sicheren Torschuss gehindert und es blieb ein Rätsel, wieso der Sünder nicht eine Karte und die Thuringia keinen Foulstrafstoß zugesprochen bekamen (35.). Glücklicherweise konnte Huhn die Partie fortsetzen. Prompt kassierte die verunsicherte Heimelf aber den Ausgleich, als Tino Schrumpf in der Mitte eine Flanke von rechts sträflich alleingelassen seelenruhig einschieben konnte (38.).

Die zweite Halbzeit begann mit zwei Schrecksituationen für Schwallungen. Erst verletzte sich Torwart Pfannschmidt, konnte aber weitermachen (47.). Dieses Glück war Kapitän Ronny Heß nicht beschieden, der beim Laufen ohne jedwede gegnerische Einwirkung zu Boden ging (53.) und durch Alexander Hartung ersetzt werden musste (55.). Danach war die Thuringia die spielbestimmende Mannschaft mit Gelegenheiten für Matthias Dellit (57.), einen Freistoß von Huhn (60.) und Rothamels Schuss, der knapp das Ziel verfehlte (63.). Schwallungen setzte sporadische, aber gefährliche Angriffe dagegen, so durch Schrumpfs Distanzschuss (68.). Zweimal scheiterte Denny Chasseur mit Freistößen an Pfannschmidt (73., 77.), bevor Bischoff gefährlich abzog. Torwart Philipp Anding vollbrachte eine Großtat, alser den Schuss aus dem Dreiangel fischte und auch den Nachschuss hielt (81.). Beide Mannschaften drängten auf den Siegtreffer, Struth-Helmershof hatte dabei den weitaus längeren Atem. Nach einem Angriff über Rene Kratsch und Florian Reichs Kopfballablage verzog Rothamel knapp (83.), Flache fand in Pfannschmidt seinen Meister (84.). Es folgten zwei eindeutige Fouls im Strafraum. Der Sünder war beide Male Chris Erbe, der als letzter Mann vor seinem Torwart Rothamel nur durch Foulspiel am Abschluss hindern konnte (84., 87.). Beide Male blieben Karten und Strafstoßpfiffe aus. Zudem erlöste der Unparteiische die Gäste pünktlich in der 90. Minute vom Dauerdruck des Kontrahenten, obwohl allein durch Verletzungsunterbrechungen locker fünf Minuten Nachspielzeit zusammen kamen. Der anwesende Beobachter hat seine Schlüsse gezogen, die verloren gegangenen Punkte aber kann er der Thuringia nicht geben.

hrk

Die Statistik zum Spiel

Struth-Helmershof: Anding – Czerjak, Reich (84. Marr), Flache, Rothamel, Jakobi, Dellit, Chasseur, Huhn, Happich, Kratsch

Schwallungen: Pfannschmidt – Kießling, Pfannstiel, Panhans, Schneider, Heß (55. Hartung), Bischoff, Schrumpf, Günther, Erbe (89. Albrecht), Motz (70. Idjaschak)

Tore: 1:0 Flache (18.), 1:1 Schrumpf (38.)

Zuschauer: 110

Schiedsrichter: Volkmar (Obermaßfeld-Grimmenthal)

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Rekordverdächtiger Eckstoß

Kreisoberliga Rhön-Rennsteig, 14. Spieltag
SV 08 Thuringia Struth-Helmershof – SV Jugendkraft 03 Albrechts 1:2 (0:1)

Struth-Helmershof – Die bittere Heimniederlage hatten sich die ohne das verletzte Stürmerpaar Rothamel/Flache aufgelaufenen Gastgeber selbst zuzuschreiben, weil sie in der ersten Halbzeit – mit wenigen Ausnahmen – überhaupt nicht präsent waren und nicht ins Spiel kamen. Da beherrschte die Jugendkraft aus Albrechts das Spiel mehr oder weniger eindeutig und hätte den Sack schon zumachen können. Gegenüber dem 0:2 verloren gegangenen Heimspiel zum Saisonstart nicht wiederzuerkennen, präsentierten sich die Albrechtser sehr lauffreudig und zweikampfstark und stürzten die Hausherren von einer Verlegenheit in die andere. Bereits in der 15. Minute konnten sie nach einem Überzahlangriff in Führung gehen, Tobias Heß schoss den Ball aber am Tor vorbei (15.). Drei Minuten später rasierte Daniel Kritzmann den Pfosten (18.), beim Abschluss von Michael Voigt zeigte Torwart Philipp Anding sich auf der Hut (22.). Beim ersten erfolgsversprechenden Angriff der Struther vermochte es Daniel Wagner nicht, den Ball im leeren Tor unterzubringen (23.). Auf der Gegenseite machte es Toni Langenhan besser und erzielte das zu diesem Zeitpunkt längst überfällige Führungstor zum 0:1 (26.). Nach einer Spielphase relativer Ruhe hatten es die letzten fünf Minuten noch einmal in sich. Zunächst brachte der von Kritzmann bediente Langenhan das Kunststück fertig, allein und unbedrängt den Ball aus acht Metern Entfernung ins Toraus zu schießen (40.). Auf der Gegenseite kam Wagner an Torwart Toni Hirsch nicht vorbei (42.), Mike Happich verzog aus aussichtsreicher Position (44.).

Mit viel mehr Elan kamen die Struther aus der Kabine. Die zweiten, sehr umkämpften 45 Minuten gingen eindeutig an sie. Frühzeitig schien der Ausgleich geglückt. Eine Ecke von Denny Chasseur köpfte Florian Reich aus drei Metern Entfernung zum 1:1 ins Tor (50.). Struther Jubel, Anstoß. Denkste! Der Linienrichter hatte die Fahne oben, der Ball sei bereits im Toraus gewesen. Chasseur verleiht seinem Eckball also auf 20 Metern Distanz einen Effet von vier Metern und kommt damit ins Guinness-Buch der Rekorde. Das regulär erzielte Tor zählte nicht. Es ist die spielentscheidende Szene der Begegnung. Zwei Minuten später macht Anding bei einer weiten Bogenlampe von Tobias Wagner aus Linksaußen-Position keine Abwehranstalten. Der Ball landet aber nicht im Aus, sondern senkt sich zum 0:2 in den Kasten (52.). Alles Belagern des Albrechtser Tors danach nützt nichts, der ersehnte Anschlusstreffer zum 1:2 will nicht fallen. Er fällt noch, aber zu spät. Der als Libero agierende Anding erzielt es mit einem ruhenden Ball von der Mittellinie, der seinen Weg an Freund und Feind vorbei ins Tor findet (87.). Mit Glück und Geschick verteidigt Albrechts den Auswärtssieg, festigt damit seinen vierten Tabellenplatz und stürzt Struth-Helmershof zurück in den Abstiegstrubel. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der Albrechtser Stefan Thomas wegen eindeutigen Nachschlagens ohne Ball die rote Karte hätte sehen müssen (70.).

hrk

Die Statistik zum Spiel

Struth-Helmershof: Anding – Danz, Czerjak, Wagner, Reich, Waap, Dellit, Chasseur, Huhn, Happich (46. T. Kühn), Kratsch

Albrechts: Hirsch – Rubner, Umlauft (90.+1 Grüßung), Heß, Wagner, Schüler, Kritzmann, Thomas, Ostermann, Voigt (53. Mönch), Langenhan (75. Henkel)

Tore: 0:1 Langenhan (26.), 0:2 Wagner (52.), 1:2 Anding (87.)

Zuschauer: 120

Schiedsrichter: Beck (Breitungen)