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Wir sind Pokalsieger!

In einem gutklassigen und in der zweiten Halbzeit durchaus dramatischen Pokalfinale um den Fußball-Ligapokal der Rhön-Rennsteig-Sparkasse behielt die Thuringia vor 550 zahlenden Zuschauern in der Eberhard-Landgraf-Arena zu Mehmels gegen den Staffelsieger FSV Schmalkalden mit 4:2 (1:1) die Oberhand und schaffte zur großen Freude der zahlreich mitgereisten Anhängerschaft einen ebenso großartigen wie denkwürdigen Saisonabschluss.

Dabei waren die favorisierten Schmalkalder inmitten eines heftigen Gewittergusses zu Beginn der Partie eindeutig tonangebend, ohne jedoch mit ihren vorwiegend aus der Distanz abgegebenen Torschüsse für die ganz große Torgefahr sorgen zu können. Der SV 08 dagegen – von Coach Matthias Schmidt hervorragend eingestellt – agierte abwartend aus der eigenen Hälfte heraus, machte die Räume eng und erschwerte dem spielstarken FSV, der beide Vergleiche in der Liga zu seinen Gunsten entscheiden konnte, somit den geordneten Spielvortrag jenseits der Mittellinie. Es dauerte daher 20 Minuten, ehe die Schwarz-Gelben in Person von Florian Reich, der sich den Ball etwas zu weit vorlegte, erstmals in Tornähe des Gegners auftauchten. Auf der anderen Seite köpfte Nummer nach einer Ecke direkt auf Philipp Anding im Struther Kasten (28.) und verfehlte wenig später sein Ziel mit einem Freistoß nur knapp.

Ein energischer Antritt von David Rothamel kurz nach der Mittellinie bescherte der Thuringia anschließend die Führung. Der Angreifer schüttelte gleich mehrere Gegenspieler ab und blieb im Eins-gegen-Eins vor Koenig im Schmalkalder Tor eiskalt (33.). Der Jubel war kaum verstummt, als sich Kapitän Alexander Huhn die große Chance bot, auf 2:0 zu erhöhen. Anstatt selbst abzuschließen wollte er jedoch den besser postierten Martin Flache in Szene setzen – sein Querpass war nicht genau genug. Weil kurz vor der Pause der auffällige Nicolas Müller einen überlegten FSV-Angriff vollendete (42.), ging es mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden in die Kabine.

Danny Marr im Zweikampf mit dem FSV-Torschützen Nicolas Müller.

Halbzeit zwei begann bei besserer Wetterlage mit einer Art Struther Powerplay. Konnte Koenig den gefährlichen Freistoß von Danny Marr noch mit Mühe entschärfen, hätte spätestens der Nachschuss von Reich eigentlich das 2:1 bedeuten müssen. Wie durch ein Wunder schoss dieser jedoch den am Boden liegenden Keeper an (51.). Es entwickelte sich nun eine offen geführte Begegnung mit Offensivaktionen hüben wie drüben. Nummer, der an Anding scheiterte (59.), und Ertel aus der Distanz (60.) besaßen die nächsten Gelegenheiten für den FSV, dessen spielerische Dominanz aus Durchgang eins nun aber zunehmend vom Struther Einsatz und Kampfeswillen überflügelt wurde. Es war daher in dieser Phase alles andere als verwunderlich, dass der SV 08 abermals in Führung ging. Wieder war Rothamel nach Zuckerpass von Marr hinter die Schmalkalder Abwehrkette gelangt und erneut verwandelte er trocken (67.). Sein zweiter Treffer war so etwas wie der Auftakt für eine rasante Schlussphase. Zunächst bewahrte Anding mit einer Glanzparade gegen den von Dötsch getretenen Freistoß die Thuringia noch vor dem postwendenden Ausgleich (70.). Als aber wenig später Nummer in bester Torjäger-Manier aus der Drehung ansetzte, stand es 2:2 und die Begegnung war einmal mehr völlig offen (72.).

Ein Geistesblitz von Denny Chasseur, der das Spielgerät keine zwei Minuten nach dem erneuten Ausgleich gefühlvoll über die Abwehr hob und den eingewechselten Manuel Winne bediente, leitete schließlich den dritten und vorentscheidenden Struther Treffer ein. Der mit 15 Ligatoren erfolgreichste Schütze beim SV 08 schob die Kugel im Nachsetzen ins Netz und drehte jubelnd ab (74.). Dass sich die Thuringia diesen Vorsprung nun nicht mehr nehmen ließ, lag auch an ihrem starken Rückhalt: Auf einmal war Nummer noch einmal frei durch, entschied sich gegen den Querpass und für den direkten Abschluss – und fand in Anding seinen Meister (77.). Es lief bereits die 85. Minute, als wieder Winne alleine auf Koenig zusteuerte, gegen den bedauernswerten FSV-Schlussmann das 4:2 erzielte und den SV 08 Struth letztlich für einen großen Kampf belohnte. Beinahe hätte Winne in der Nachspielzeit noch den Hattrick perfekt gemacht, diesmal klatschte das Leder aber nur gegen den Pfosten.

Kurz darauf brachen mit dem Schlusspfiff bei Mannschaft, Trainer- und Betreuerstab sowie beim mitgereisten Anhang alle Dämme. Als Kapitän Alexander Huhn schließlich um kurz nach 17 Uhr die Ligapokal-Trophäe in Empfang nehmen durfte, kannte der Struther Jubel keine Grenzen mehr. Die anschließenden Stunden ausgelassenen Feierns in Mehmels sowie später daheim beim Waldfest werden den Protagonisten wohl noch länger im Gedächtnis verweilen.

twa

Die Statistik zum Spiel

Schmalkalden: Koenig – Stengel, Kluß, Fischer – A. Müller, Kaufmann – Dötsch, N. Müller, Ertel (81. Hammer) – Mikula, Nummer

Struth-Helmershof: Anding – Happich, Hilpert, Pinno (56. Waap) – Marr, Chasseur – Kratsch, Huhn, Reich – Flache (72. Winne), Rothamel (90.+3 Jung)

Tore: 0:1 Rothamel (34.), 1:1 N. Müller (42.), 1:2 Rothamel (67.), 2:2 Nummer (72.), 2:3 Winne (74.), 2:4 Winne (85.)

Zuschauer: 550

Schiedsrichter: Bernd Hofmann (Dietzhausen)

 

Die Stimmen zum Spiel

Matthias Schmidt: „Ich denke, dass wir verdient gewonnen haben. Schmalkalden war der erwartet schwere und spielstarke Gegner. Wir haben es gut verstanden, die Räume eng zu machen und unsere Möglichkeiten eiskalt genutzt. Ich hatte außerdem auch ein gutes Händchen mit meinen Einwechslungen heute.“

Marc Weisheit: „Mit diesem Sieg haben wir alle unsere Saisonziele erreicht. Ich bin einfach nur glücklich. Es war ein geiles Spiel und die Jungs sind eine richtig geile Truppe.“

René Kratsch: „Wir sind heute einfach effektiver gewesen. In der ersten Hälfte war Schmalkalden besser, aber dann haben wir den Kampf angenommen, unsere Chancen genutzt und deswegen auch verdient gewonnen.“

Mike Linhart (Trainer Schmalkalden): „Gratulation an Struth-Helmershof. Wir konnten uns viele Chancen erspielen, haben es aber verpasst, diese konsequent zu nutzen und so mehr aus unserer spielerischen Überlegenheit zu machen. Nach den Gegentoren sind wir zweimal hervorragend zurückgekommen, aber am Ende hat es nicht gereicht. Ich bin dennoch richtig stolz auf meine Jungs. Sie haben eine ganz starke Saison gespielt.“

 

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Die zwei Gesichter eines Spiels

Kreisoberliga Rhön-Rennsteig, 15. Spieltag
SV 08 Thuringia Struth-Helmershof – SG SV SW Fambach 3:2 (2:0)

Mit 3:2 (2:0)-Toren gewann der SV 08 Thuringia Struth-Helmershof auf dem Kunstrasenplatz in Seligenthal das Rückspiel der Kreisoberliga Rhön-Rennsteig gegen die SG Fambach.

Seligenthal – Die Begegnung wies ebenso zwei Gesichter auf wie sie beide Mannschaften zeigten. Als hätte es die drei vorausgehenden Niederlagen nicht gegeben, spielten die Hausherren auf. Souverän und ruhig ließen sie den Ball in ihren Reihen und somit den Gegner laufen. Der machte es ihnen aber auch leicht. Sehr defensiv eingestellt und nahezu ausschließlich auf Torsicherung bedacht, standen die Fambacher aber viel zu weit weg von ihren Gegenspielern und hatten erst gar nicht die Möglichkeit, einiges in Zweikämpfen zu klären. Zudem tat sich in der Offensive in der ersten Halbzeit für sie gar nichts.

Das nutzte die Thuringia weidlich aus und kam immer wieder gefährlich vor das von Ersatzkeeper Christian Möller gut gehütete Tor der Gäste. Die Schüsse von Danny Marr (5.) und Alexander Huhn (8.) verfehlten knapp ihr Ziel. Nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld traf Huhn per Kopf nur die Latte, den zurückspringenden Ball köpfte Marcus Hilpert zum erlösenden 1:0 ins Tor (22.). Ein weiterer Huhn-Kopfball nach Ecke von Denny Chasseur ging knapp vorbei (26.), Marrs Schuss hielt Möller (27.). Das längst überfällige 2:0 erzielte Oliver Pinno und damit sein erstes Punktspieltor. Den Schuss des immer wieder gefährlich über rechts kommenden René Kratsch konnte Möller abwehren. Der Ball kam zu Pinno, der nicht lange fackelte und direkt halbhoch einschoss (32.). Hilpert (42.) und Marr (44.) hatten die Möglichkeit, das Resultat auszubauen.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich insofern etwas am Spielverlauf, da Fambach nun etwas mutiger nach vorn agierte, aus Fernschüssen aber kein Kapital schlagen konnte. Auf der Gegenseite ging es weiter wie gehabt. Angriff auf Angriff rollte auf das Fambacher Tor. Marr zwang Möller zu einer Klasseparade (48.), Kratsch traf das Außennetz (50.), Chasseurs Freistoß ging knapp übers Tor (52.). Als Marr den Ball schön in den Lauf von Rothamel spielte, erzielte der per feinem Diagonalschuss das 3:0 (56.). Das Spiel schien gelaufen, das Endresultat nur eine Frage weiterer Tore.

Weit gefehlt. Aus dem Nichts verkürzte Jörn Stapf, als die Abwehr der Thuringia wieder einmal allzu sorglos agierte und nicht eingriff, zum 3:1 (58.). Und plötzlich waren sie da, die schon geschlagen geglaubten Fambacher. Witterten plötzlich Morgenluft und bekamen diese dank eines schier unbegreiflichen Aussetzers von Torwart Philipp Anding. Er ließ völlig unbedrängt einen Ball passieren. Der ging nur an den Pfosten, aber der nachsetzende Jörn Stapf schoss ihn zum 3:2 ins Tor (63.). Wie weggeblasen war die einstündige Souveränität des Gastgebers, wie weggeblasen auch das bis dato harmlose Spielverhalten der Gäste. Es ging nun hin und her, zunächst ohne klare Torchancen, bis Marr einmal mehr den Pfosten traf (81.). Auf der Gegenseite ergaben sich für Sven und Jan Möller (83.) sowie William Heß (85.) Möglichkeiten, zum Ausgleich zu kommen. Aber die Thuringia rettete den knappen Sieg und sich damit mit einem Erfolgserlebnis in die Punktspielpause. Am nächsten Samstag muss sie aber noch einmal ran, und zwar im Pokal-Achtelfinale zu Hause bzw. in Seligenthal gegen Dreißigacker.

hrk

Die Statistik zum Spiel

Struth-Helmershof: Anding; Hilpert, Flache (84. Reich), Pinno (60. Da. Wagner), Marr, Rothamel (90.+1 Danz), Jakobi, Chasseur, Huhn, Happich, Kratsch

SG Fambach: Chr. Möller; Rückemann, J. Stapf, Rametsteiner, Wolf, Schneider, J. Möller, R. Dittmar (72. J. Dittmar), Sv. Möller, Suttner (76. Berndt), Gögel (49. Heß)

Tore: 1:0 Hilpert (22.), 2:0 Pinno (32.), 3:0 Rothamel (56.), 3:1, 3:2 J. Stapf (58., 63.)

Zuschauer: 135

Schiedsrichter: E. Schmidt (Meiningen)

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Struth fand keinen Zugriff

Kreisoberliga Rhön-Rennsteig, 13. Spieltag
SG SV 87 Henneberg – SV 08 Thuringia Struth-Helmershof 3:2 (2:0)

Mit dem Glück des Tüchtigen besiegte in der Kreisoberliga Rhön-Rennsteig die SG Henneberg/Hermannsfeld den SV 08 Thuringia Struth-Helmershof 3:2 (2:0).

Meiningen – Glück deshalb, weil die Thuringia, als es 0:1 stand, bei zwei Pfostenschüssen (Alexander Huhn, 16., Marcus Hilpert, 35.) Pech hatte und nicht zuletzt weil die Henneberger von zweifelhaften Abseitsentscheidungen profitierte. Tüchtig deshalb, weil diese sich mächtig in die Partie hineinhängten und bis zum Umfallen kämpfend den frühen Verlust von Daniel Herpich kompensierten. Dieser freute sich nach dem 1:0 in der 26. Minute (die Struther reklamierten vergeblich gestrecktes Bein) zu unbändig einschließlich Zerstörens der Eckfahne, sah auf Anraten des Assistenten seine zweite Gelbe Karte innerhalb weniger Minuten und musste folgerichtig vom Platz (27.).

Dass Henneberg zu später Stunde (17 bis 19 Uhr) unter Flutlicht auf dem Meininger Kunstrasenplatz mehr als eine Stunde in Unterzahl agierte, bemerkte der Außenstehende nicht. Struth-Helmershof vermochte kein Kapital aus der Überzahl zu schlagen und spielte die erste Halbzeit mehr schlecht als recht herunter. Erstaunlicherweise konnten die Henneberger auch spielerisch mithalten und die Partie stets offen gestalten, kämpferisch und läuferisch sammelten sie sowieso Pluspunkte. Bereits in der 12. Minute hätten sie in Führung gehen können und müssen, da aber verstolperte Daniel Herpich noch allein vor dem Tor. Auf der Gegenseite schoss David Rothamel zweimal knapp vorbei (6.,15.). Nach dem nicht unverdienten 1:0, besagten zwei Alutreffern der Gäste und einem Schuss von Danny Marr, den Torwart Markus Schmidt bravourös hielt (38.), erhöhte die SG auf 2:0. Allzu sorglos und ohne Zugriff agierte da die Struther Abwehr und ließ Tom Seegebrecht unbehelligt mit Schrägschuss einnetzen (43.).

In der zweiten Hälfte bäumten die Struth-Helmershofer sich wenigstens kämpferisch auf, vermochten es aber nicht, Dauerdruck auf das Tor der Henneberger zu entfalten. Diese konnten sich in der Abwehr immer wieder ordnen, klären und gefährliche Konter starten. Einen davon schloss David Kempf ab.Torwart Philipp Anding hatte einige Mühe, den Ball über die Latte zu heben (52.). Nach einigen Möglichkeiten (Marr 46., 56.) ohne Erfolg erzielte Rothamel mit entschlossenem Nachsetzen den Anschlusstreffer zum 2:1 (64.). Die nun forcierten Bemühungen der Thuringia wurden nach einem folgenschweren Ballverlust im Mittelfeld jäh beendet. Nach zwei Stationen bekam Seegebrecht den Ball und versenkte ihn zum 3:1 (68.). Danach agierte gegen sich endgültig zurückziehende und einigelnde Gastgeber nur noch die Thuringia, die das Spiel nun breit machte und damit viel mehr Wirkung erzielte als vorher. Im gegnerischen Strafraum fiel den Flankengebern und Offensivkräften allerdings zu wenig ein, um die weiterhin stabile, gut postierte Abwehr des Kontrahenten zu knacken. Das vermochte lediglich einmal Marr mit einem direkt neben den Pfosten gezielten Flachschuss zum 3:2 ( 73.). Die zweite Niederlage in Folge und das gegen einen dezimierten Gegner konnte aber auch er nicht abwenden. Die Struth ist weiterhin vergeblich auf der Suche nach ihrer September/Oktober-Form, während Henneberg eine beachtliche Leistung ablieferte.

hrk

Die Statistik zum Spiel

SG Henneberg: Schmidt; Koch, Rutkowski (80. P. Ledermann), Kempf, Wirthwein, Seegebrecht (90. Ansorg), D. Herpich (27. Gelb-Rot), A. Herpich, J. Ledermann, Schlundt, Möhring

Struth-Helmershof: Anding; Hilpert, Reich (60. Flache), Marr, Rothamel, Jakobi, Chasseur, Huhn, Happich, Winne, Kratsch

Tore: 1:0 D. Herpich (26.), 2:0 Seegebrecht (43.), 2:1 Rothamel (64.), 3:1 Seegebrecht (68.), 3:2 Marr (73.)

Zuschauer: 40

Schiedsrichter: Matthes (Breitungen)

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Dann lief es wie geschmiert

Einen 0:1-Rückstand verwandelte der SV 08 Thuringia Struth-Helmershof gegen den FSV Rot-Weiß Tabarz im letzten Testspiel vor Beginn der Saison in einen 8:1-Sieg.

Struth-Helmershof – Nach der Herauslösung aus dem Mehrsparten-SV als neuer Verein namens FSV Rot-Weiß, aber ohne fünf Stammspieler und vor allem etatmäßigen Torwart, traten die Tabarzer Kreisoberligisten bei der Thuringia an, die ebenfalls fünf Mannen ersetzen musste. Die Gäste machten zu Beginn einen recht guten spielerischen Eindruck und gingen nach vorsichtigem Beginn durch Walter Krysztoff mit 1:0 in Führung (23.). Drei Minuten später hielt Torwart Philipp Anding einen Schuss von Francis Holzhäuser, der vor Jahren einmal für die Struth stürmte. Danach setzte sich die Struth durch und wurde dominant. Nach verpassten Gelegenheiten (Reich 28., Winne 30.) hielt Denny Chasseur aus gut und gerne 25 Metern drauf und der Ball zappelte zum 1:1 im Tabarzer Netz (35.). In der 38. Minute gelang David Rothamel die Führung zum 2:1 noch nicht, wohl aber vier Minuten später (41.), nachdem Oliver Pinno den Ball an der Grundlinie einsatzstark erkämpft und ihn nach innen zum Torschützen gelegt hatte.

Nach der Pause war von den Gästen eine gute halbe Stunde lang nichts mehr zu sehen und so wurden sie von den sehenswerten Struther Angriffen förmlich überrannt, die sich topfit und konditionell weit überlegen präsentierten. Das 3:1 markierte ein Abwehrspieler der Gäste selbst, als er vor Pinno klären wollte (51.), beim 4:1 schloss Florian Pfannstiel einen dieser gefährlich flüssigen Angriffe erfolgreich ab (60.). Nicht viel später köpfte Manuel Winne eine Chasseur-Ecke unbedrängt zum 5:1 ein (63.) und das bisherige Struther Testspiel-Torkontingent von vier Treffern pro Partie war geknackt. Mit solchen statistischen Überlegungen hielten die agilen Spieler der Gastgeber sich aber nicht auf. Einen von der Abwehr zurückspringenden Ball bugsierte Pfannstiel artistisch zum 6:1 in die Maschen (66.), das 7:1 steuerte erneut Winne bei (70.). Weil die Thuringia nun doch einen Gang zurückdrehte, entgingen die tapferen Tabarzer einem Debakel und kamen auch wieder ins Spiel. Anding blieb Sieger gegen Phillip Eccarius (73.) und gegen Holzhäuser (87.). Dazwischen blieb dem äußerst lauffreudigen Steve Wagner sein erstes Tor im Männerteam versagt (76.). Einen feinen schlanken Spielzug über vier Stationen mit Finalpass von Rothamel krönte Pinno mit dem Tor zum 8:1-Endstand.

Fazit: Die Generalprobe für das Saison-Auftaktspiel gegen Dreißigacker glückte den Hausherren generös.

hrk

Die Statistik zum Spiel

Struth-Helmershof: Anding; Hilpert, Reich, Pinno, Pfannstiel, Rothamel, Jacobi, Chasseur, Happich, Winne, Kratsch (Wagner, Jung)

Tabarz: Simmlein; St. Rathgeber, Blauth, Chr. Rathgeber, Krysztoff, Eccarius, Holzhäuser, Teichmann, Will, Adamczyk, Meyer (Creutzburg, Hellmann)

Tore: 0:1 Krysztoff (23.), 1:1 Chasseur (35.), 2:1 Rothamel (38.), 3:1 (51./Eigentor), 4:1 Pfannstiel (60.), 5:1 Winne (63.), 6:1 Pfannstiel (66.), 7:1 Winne (70.), 8:1 Pinno (89.)

Schiedsrichter: Hollandt (Trusetal)

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Der Regen brachte die Wende

Kreisoberliga Rhön-Rennsteig, 26. Spieltag
FSV 1861 Kaltensundheim – SV 08 Thuringia Struth-Helmershof 5:4 (1:2)

Kaltensundheim – Einen 1:2-Rückstand zur Pause gegen den SV 08 Thuringia Struth-Helmershof verwandelte der FSV 1861 Kaltensundheim in einen 5:4-Sieg und schaffte damit in letzter Minute den Klassenerhalt in der Kreisoberliga Rhön-Rennsteig.

Zum Saisonabschluss bot diese Begegnung noch einmal alles, was den Fußball attraktiv macht: ein rassiges, vor allem von den Hausherren leidenschaftlich geführtes, abwechslungsreiches Spiel voller Dramatik mit neun Toren. Mit den Sportplätzen in Albrechts und Dreißigacker gut vernetzt, feierten am Ende die Gastgeber mit ihrem Anhang nicht nur den Spielerfolg an sich enthusiastisch wie eine Meisterschaft.

In Hälfte eins gelang es der Thuringia noch, den Tordrang der „kalten Rhöner“ in Schach zu halten und selbst Torgefahr zu entwickeln. Anruco Heim scheiterte an Gästetorwart Pascal Kermann (10.), beim Schuss von Matthias Heim (12.) warf sich Maik Happich dazwischen und erzwang eine Ecke. In Führung ging Struth-Helmershof. Nachdem ein von Danny Marr erzieltes Tor wegen Handspiels keine Anerkennung gefunden hatte (7.), verwandelte David Rothamel eine Kopfballvorlage von Florian Reich zum 0:1 (15.). Vier Minuten später hätte Struth erhöhen müssen, doch gelang dies weder Rothamel noch Denny Chasseur im zweiten oder Martin Flache im dritten Anlauf (19.). In der 22. Minute gab es erstmals Grund für großen Gastgeberjubel. Einen schnellen Gegenangriff schloss Alexander Marschall mit dem Ausgleichstor zum 1:1 ab (22.). Abermals in Führung gingen die Gäste durch einen etwas kuriosen Treffer von Reich, der einen Chasseur-Freistoß mit dem Hinterkopf über Torwart Kämmer hinweg ins Tor verlängerte (29.).

Es kam der sintflutartige Regen und zwang zu einer Verlängerung der Pause. Einer Sintflut gleich brach passenderweise nach Wiederanpfiff das Unwetter über die Thuringia herein. Als ihre Abwehr nicht klären konnte und der Ball zurück zu Marschall kam, hielt der mal drauf und versenkte den Ball im linken oberen Eck zum 2:2 (47.). Mit einem weiteren straffen Sonntagsschuss brachte der vor dem Spiel verabschiedete Matthias Heim seine Farben mit 3:2 in Führung (54.). Abermals aus der Distanz und abermals mit keinem alltäglichen Flachschuss erhöhte Hans Flößner auf 4:2 (65.) und der Jubel an der Alten Mark kannte keine Grenzen mehr. Kurz vorher hatte Flache die bis zur Schlussphase einzige Möglichkeit der Gäste in Hälfte zwei, die er allerdings unkonzentriert vergab (62.). Als Marcel König per Kopf das 5:2 folgen ließ (70.), schien sich ein Fiasko für die Thuringia anzubahnen, doch vergaben die Kaltensundheimer weitere Möglichkeiten. Hingegen nutzte Marr seine Chance zum 5:3 konsequent aus (80.) und hatte in der Schlussminute der regulären Spielzeit den Anschlusstreffer auf dem Fuß, den Keeper Kämmer vereitelte (90.). Behandlungspausen veranlassten Schiedsrichter Alexander Fries zu einer langen Nachspielzeit. Fast zum Ende dieser fünf Minuten hin gelang Rothamel ein weiterer Treffer zum Endstand von 5:4 (90.+5). Am Rande des Spiels wurde bekannt, dass die benachbarten Vereine von Kaltensundheim und Kaltenwestheim beabsichtigen, ab sofort eine Spielgemeinschaft einzugehen, die den Namen SG Kalte Rhön tragen soll.

hrk

Die Statistik zum Spiel

Kaltensundheim: Kämmer; Walther, Weprecht, Hirsch, König, Reuchsel, Marschall, M. Heim, E. Heim, Flößner (90.+3 Bauer), Fehringer (88. Gottbehüt)

Struth-Helmershof: Kermann; Czerjak, Reich, Flache, Marr, Rothamel, Jakobi (63. J. Kühn), Dellit (48. Danz), Chasseur, Huhn, Happich

Tore: 0:1 Rothamel (15.), 1:1 Marschall (22.), 1:2 Reich (29.), 2:2 Marschall (47.), 3:2 M. Heim (54.), 4:2 Flößner (65.), 5:2 König (70.), 5:3 Marr (80.), 5:4 Rothamel (90.+5)

Zuschauer: 150

Schiedsrichter: Fries (Grabfeld)

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Eine klare Angelegenheit

Kreisoberliga Rhön-Rennsteig, 24. Spieltag
SV Dietzhausen – SV 08 Thuringia Struth-Helmershof 1:4 (1:3)

Dietzhausen – Was angesichts der enormen Personalprobleme beim Gastgeber erwartet werden konnte, das traf ein. Gegen sehr vorsichtig beginnende Dietzhäuser übernahm die Thuringia entschlossen das Heft des Handelns und dominierte 20 Minuten lang klar. Bereits in der 6. Minute schoss David Rothamel nach feiner Rechtsflanke von Rene Kratsch die Seinen 1:0 in Front (6.), elf Minuten später ließ Martin Flache das 2:0 folgen (17.). Danach gewann Bruder Schlendrian die Oberhand über die Gäste. Sie agierten nun allzu sorglos, übertrieben behäbig das Klein-Klein und merkten anscheinend gar nicht, dass Dietzhausen sich vom Defensivspiel hin zu immer gefährlicheren Offensivaktionen aufschwang. Thomas Martin lief in einen Freistoß von Riccardo Eckert, schoss den Ball aber übers Tor (21.). Nachdem Marcin Adam Binczyk links durch war, rettete Torwart Philipp Anding die Schwarz-Gelben vor dem Ausgleich (25.). Als aber die Abwehr der Struther links nur halbherzig eingriff und einen Dietzhäuser flanken ließ, stand in der Mitte Sebastian Kühne goldrichtig, um zum 1:2 verkürzen zu können (30.).

Dietzhausen schöpfte daraus Selbstvertrauen und gestaltete das Spiel offen, das sich jedoch etwas ins Mittelfeld verlagerte. Als Flache im Strafraum auch noch den letzten Gegenspieler abschüttelte und allein vor dem 55-jährigen (!) tapferen Keeper Bernd Heinrich auftauchte, wurden ihm von hinten rechtzeitig vor dem Torschuss die Beine weggezogen. Am Foulstrafstoß gab es da nichts zu rütteln. Diesen verwandelte Denny Chasseur in sicherer Manier zum 3:1 (41.).

Mit einem Paukenschlag begann die zweite Hälfte. Einen der wenigen sehenswerten Struther Angriffe schloss Kratsch mit einem Gewaltschuss aus halbrechter Position ab, der an den langen Pfosten klatschte (48.). Dietzhausen blieb die Antwort nicht schuldig, Anding zeichnete sich gegen Ronny Geißenhöner ein weiteres Mal aus (50.). Die Einheimischen versuchten weiter das in ihren Mächten stehende, entscheidend durchsetzen konnten sie sich aber nicht. Möglichkeiten ergaben sich fast ausschließlich nur für die Gäste – durch Rothamels Schuss (58.), Flaches Heber (60.), und Kratschs Schuss (65.), die jeweils über den Kasten gingen. Ein zweites Mal in Hälfte zwei geriet das Struther Tor in Minute 72 unter Bedrängnis. Anding blieb aber Herr der Situation (72.). Einen Abspielfehler des Dietzhäuser Torwart-Methusalems Heinrich nutzte dann der wieder sehr agile Danny Marr entschlossen aus, um das Endresultat von 4:1 her- und damit den klarsten Auswärtssieg der Saison sicherzustellen (80.). Das Hinspiel hatten die Struther bereits ebenfalls klar mit 6:2 für sich entscheiden können.

hrk

Die Statistik zum Spiel

Dietzhausen: Heinrich – Truthän, Heller, Geißenhöner, Eckert, Wudy, Pfeffer, Kühne (80. Mariusz), Martin, Binczyk, Wendt (66. Will)

Struth-Helmershof: Anding – Czerjak (60. Danz), Reich (68. L. Kirchner), Flache, Rothamel, Marr, Jakobi, Dellit, Chasseur, Huhn, Kratsch

Tore: 0:1 Rothamel (6.), 0:2 Flache (17.), 1:2 Kühne (30.), 1:3 Chasseur (41./Foulstrafstoß), 1:4 Marr (80.)

Zuschauer: 95

Schiedsrichter: Beck (Schmalkalden)

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Sieg noch aus der Hand gegeben

Kreisoberliga Rhön-Rennsteig, 21. Spieltag
SV 01 Dreißigacker – SV 08 Thuringia Struth-Helmershof 2:2 (1:0)

Dreißigacker – Déja-vu-Erlebnis für die Thuringia: Schon einmal in dieser Saison, beim 2:2 in Henneberg am 24. Oktober 2015, gaben sie in der allerletzten Spielsekunde den Sieg noch her und fuhren mit nur einem Punkt nach Hause. Für Dreißigacker hingegen ging es gerade noch einmal gut. Der Aufsteiger wahrte den Nimbus der Unbesiegbarkeit nach einer beeindruckenden Serie von nunmehr zehn Spielen ohne Niederlage (die letzte, mit 0:2 gegen Meiningen, datierte vom 31. Oktober) und zuletzt sechs Siegen in Folge.

Beide Mannschaften konnten das Spiel nicht in Bestbesetzung bestreiten. Damit kam die Thuringia in einer von Kampf geprägten Partie ohne spielerische Glanzlichter augenscheinlich besser zurecht. Die torszenenarme erste Halbzeit verlief in etwa auf Augenhöhe, wobei die gefährlicheren Chancen auf das Konto der Gäste gingen. Den Heber von Toni Kühn nach Matthias Jakobis weiter Flanke erwischte gerade noch Torwart Florian Blümke (20.), Danny Marrs Schuss per Pike nach Zusammenspiel mit David Rothamel ging recht knapp am Tor vorbei (32.). Dreißigacker blieb abgesehen von einer Druckphase kurz nach Beginn harmlos, Struths Abwehrchef Alexander Huhn mit seinen Nebenleuten Herr der Lage. Erst nach einem Abwehrschnitzer gingen die Einheimischen durch einen Flachschuss von Daniele Angrisani glücklich 1:0 in Führung (34.). Wenig später reklamierten sie heftig auf Foulstrafstoß – da hatten die Gäste wohl ein wenig Glück. Mit dem Freistoß von Fabian Heimrich (40.) und dem Fernschuss von Maik Happich (43.) endete die erste Hälfte. Beide gingen über die jeweiligen Tore ins Aus.

Die zweite Hälfte wurde eindeutig von den Gästen dominiert. Vom Anpfiff weg belagerten sie das Tor der Platzbesitzer, schnürten diese in deren eigener Hälfte ein und erspielten sich hochkarätige Möglichkeiten, die Marr eröffnete. Er schoss den Ball nach starker Vorarbeit von David Rothamel übers Tor (50.). Der angeschlagene und deshalb erst nach der Pause eingewechselte Martin Flache verstolperte allein vor Blümke Reichs präzise Vorlage (55.), Huhns Schuss im Anschluss an eine Ecke wurde gerade noch abgefälscht (62.). Von Flache bedient, markierte Rothamel den längst überfälligen Ausgleichstreffer zum 1:1 (65.). Die Thuringia setzte entschlossen nach, während seltene Gegenangriffe von Dreißigacker Stückwerk und harmlos blieben. Was nicht vorher versandete oder weit am Struther Tor vorbei ging, wurde eine sichere Beute von Keeper Philipp Anding.

Anders die Gäste. Einen weiten Ball aus der Abwehr nahm Rothamel 25 Meter vor dem Tor spektakulär direkt und schoss ihn unhaltbar zur 1:2-Gästeführung ins Netz (72.). Rene Kratsch hätte alles klar machen können, scheiterte aber an Blümke (80.). Anschließend ging den Gästen nach ihrem laufintensiven Spiel mehr und mehr die Puste aus und die Randmeininger witterten Morgenluft. Torwart Anding vollbrachte seine beste Tat, indem er den Kopfball von Torsten Rassmann aus dem Winkel kratzte (84.). Diese, ihre erste Möglichkeit in Hälfte zwei, war das Signal für eine starke Schlussoffensive der Empor-Spieler. Sascha Kellner schoss im Fallen den Ball noch übers Tor (88.). Quasi mit dem Schlusspfiff behielt Fabian Heimrich in der 94. (!) Spielminute im allgemeinen Gewühl die Übersicht und bugsierte den Ball zum 2:2-Ausgleich über die Torlinie. Der aus Zella-Mehlis stammende, an und für sich sehr gute Schiedsrichter, Jan Weltzien aus Jena pfiff die Begegnung erst gar nicht wieder an.

hrk

Die Statistik zum Spiel

Dreißigacker: Blümke – Fischer (46. Kind), Diez, Wiegand, Heintz, Schliewe, Heimrich, Kellner, Rassmann, Vollrath, Angrisani (79. Hermann)

Struth-Helmershof: Anding – Danz, Reich, Marr, Rothamel, Jakobi, T. Kühn (46. Flache), Huhn, Happich, J. Kühn, Kratsch

Tore: 1:0 Angrisani (34.), 1:1, 1:2 Rothamel (65., 72.), 2:2 Heimrich (90.+4)

Zuschauer: 140

Schiedsrichter: Weltzien (Jena)

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Das Spiel gedreht

Kreisoberliga Rhön-Rennsteig, 20. Spieltag
SV 08 Thuringia Struth-Helmershof – FSV Rot-Weiß Breitungen 3:1 (0:1)

Struth-Helmershof – Wie ein Absteiger spielten – um es vorwegzunehmen – die Gäste von den Ufern der Werra im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark mit Ausnahme einer oft desolaten Abwehr keineswegs. Das wird ein schwacher Trost für sie sein nach dem bis zur Halbzeitpause behaupteten 1:0-Vorsprung. Der resultierte aus der ersten, konsequent genutzten Chance der Gäste aus der 20. Minute, als der wenn überhaupt nur halbherzig angegriffene Marcel Kümpel abdrücken konnte und sein Schuss in der linken unteren Ecke zum 0:1 einschlug (20.).

Bis dahin hätten die Gastgeber bereits klar in Front liegen müssen. Schon in der 3. Minute entschied sich in einer Überzahlsituation Martin Flache für die schlechteste Option, indem er den inzwischen ins Abseits gelaufenen David Rothamel bediente. In einer turbulenten Szene köpfte Florian Reich Denny Chasseurs Ecke an die Latte, Flache konnte den zurückspringenden Ball aus einem Meter Distanz ebenfalls nur an die Latte köpfen (14.). Reich köpfte allein stehend Chasseurs Freistoß am Pfosten vorbei ins Aus (16.).

Abgesehen von einem Fernschuss von Daniel Scholz, den Torwart Philipp Anding hielt (24.), blieben die Gastgeber nach dem Rückstand die bestimmende Elf. Zweimal war bei Flaches beherzten Aktionen in der Spitze auch ein wenig Pech im Spiel (26., 27.). Die sich auf schnelle Konter verlegenden Gäste blieben aber durchaus gefährlich. Dominik Wichert wurde im letzten Augenblick beim Abschluss gestört (30.), Julian Reum traf nur den Pfosten (41.).

Wenig nach dem Seitenwechsel erzielten die Struth-Helmershofer in einer psychologisch wichtigen Spielphase den 1:1-Ausgleich. Reichs Torschuss konnte der sehr gut haltende Marcel Volkmar im Tor der Rot-Weißen noch abwehren, gegen den Nachschuss von Rothamel zum 1:1 war er machtlos (50.). Die Gastgeber blieben in dieser durchaus sehenswerten, kurzweiligen Partie am Drücker. Der sogar noch leicht abgefälschte Distanzschuss von Danny Marr wurde eine Beute von Volkmar (66.), bevor der Struther eine geniale Aktion über Rene Kratsch und Martin Flache zum 2:1 und damit seinem ersten Tor in den Farben der Thuringia veredelte (71.). Unmittelbar danach hatten die Breitunger beim Kopfball von Daniel Scholz nach Wicherts Freistoß Pech, weil der am Pfosten landete (73.). Wichert selbst im Fallen (74.) und auf der Gegenseite Flache (76.) hatten die nächsten guten Möglichkeiten. Nach dem Solo von Alexander Huhn und optimaler Ablage auf Marr lenkte Volkmar spektakulär dessen Schuss zur Ecke (79.). Die endgültige Entscheidung führte die Thuringia gegen eine bereits durch die Gelb-Rote Karte für Michael Kott (82.) dezimierte Breitunger Mannschaft herbei. Reichs Schuss wurde wieder hervorragend von Volkmar abgewehrt. Der Ball kam zu Kratsch, der aus spitzem Winkel zum 3:1 erfolgreich war (86.). In der Schlussphase schwächten die Gäste sich nicht nur durch besagten Feldverweis, sondern warfen sich selbst durch unnötige Fouls und die daraus resultierenden Spielverzögerungen aus dem Rennen.

hrk

Die Statistik zum Spiel

Struth-Helmershof: Anding – Czerjak, Reich, Flache (88. Dellit), Marr, Rothamel (90. J. Kühn), Jakobi, Chasseur, Huhn, Happich, Kratsch

Breitungen: Volkmar – Kümpel (77. J. Döhrer), Messerschmidt, Künzl, Stein (61. Bachmann), Kott (82. Gelb-Rot), Reum, Herrmann, Wichert, Scholz, Sv. Döhrer

Tore: 0:1 Kümpel (20.),1:1 Rothamel (50.), 2:1 Marr (71.), 3:1 Kratsch (86.)

Zuschauer: 155

Schiedsrichter: Köhler (Einhausen)

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Erste Mannschaft

Das war das Spiel des Philipp Anding

Kreisoberliga Rhön-Rennsteig, 18. Spieltag
SV 08 Thuringia Struth-Helmershof – FC Steinbach-Hallenberg 3:2 (1:1)

Struth-Helmershof – Zweiter gegen Sechster: zweifellos vom Papier her ein Spitzenspiel. Ein Spiel, das sich dieses Attribut in allen Belangen verdiente. Ein für Kreisoberliga-Verhältnisse überdurchschnittliches Spiel, ein Spiel voller Dramatik und spielerischen Finessen, ein Spiel vor feiner Kulisse, ein Spiel der Stürmer und eines der Torhüter. Wobei sich der Struth-Helmershofer Philipp Anding mehr auszeichnen musste und konnte als sein Gegenüber Martin Biendrim.

Für den angeschlagenen Albert Czerjak bestritt Danny Marr als letzter Mann sein erstes Punktspiel über 90 Minuten für die Thuringia. Auf ungewohnter Position gab es zu Beginn Anpassungsprobleme, die die Gäste gnadenlos ausnutzten. Marr hatte Glück, dass seine Notbremse keine gravierenden Folgen hatte (4.). Nach dem fälligen Freistoß von Alexander Fischer, der ans Lattenkreuz knallte, zeichnete sich Anding gleich dreimal hintereinander aus, als er zwei Schüsse aus Nahdistanz parierte (5.) und den dritten festhielt. Ähnlich hervorragend reagierte er fünf Minuten später zweimal gegen Felix Fischer, Marc Wilhelm setzte den finalen Schuss ins Aus (10.).

Der erste zwingende Angriff der Hausherren überhaupt brachte ihnen die Führung. Marr hatte Denny Chasseur auf linksaußen in Szene gesetzt, dessen Flanke köpfte Kapitän Alexander Huhn wuchtig ins Netz zum 1:0 (15.) und stellte damit den bisherigen Spielverlauf ad absurdum. Das Tor gab den Einheimischen Auftrieb. David Rothamel, Martin Flache, Florian Reich hatten gute Gelegenheiten, bevor Anding gegen Daniel Luck ein weiteres Husarenstück vollbrachte (33.). Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste schon zweimal angeschlagene Spieler ersetzen müssen – sicher ein Nachteil für sie. Ihrem geschliffenen Spiel merkte man dies nicht an. Der eingewechselte Daniel Dittmar setzte den Ball knapp übers Tor (35.). Als Philip Hermann mit einem geschickten Pass clever durchlief und vollendete, war der verdiente Ausgleich zum 1:1 aber fällig (40.).

Die zweite Hälfte begann für die Gastgeber mit einem Schock. Alexander Fischer zog einen Freistoß von rechts flach vors Tor. Der harmlos erscheinende Ball wurde leicht abgefälscht, zudem war Anding die Sicht versperrt, und der Ball schlug zum 1:2 ein (46.).

Struth-Helmershof zeigte sich nicht geschockt und setzte zu seiner besten Phase an. Bindriem konnte einen flach getretenen Freistoß von Chasseur parieren (47.), der Knaller von Huhn aus gut und gerne 25 Metern landete am Pfosten (50.). Zuvor blieb Anding im Anschluss an eine Ecke im 1:1 einmal mehr gegen Hermann der Sieger (49.), ebenso in der 64. Minute.

Auf der Gegenseite traf der von Rothamel bediente Maik Happich den Ball nicht optimal (60.), Reichs Kopfball nach Chasseurs Ecke landete knapp im Toraus (62.). Aus dem Mittelfeld geschickt, behielt Rothamel die Übersicht und erzielte in dieser Druckphase das Tor zum 2:2-Ausgleich (66.). Es folgte der schönste Spielzug des Spieles. Über vier direkte Stationen bekamen die Steinbach-Hallenberger keinen Zugriff. Dem frei gespielten Reich blieb es vorbehalten, mit seinem Tor zum 3:2 das Spiel erneut zu drehen (72.).

Auch die Schlussviertelstunde hielt jede Menge rassige Spielzüge und herausgespielte Gelegenheiten hüben wie drüben bereit. Ein Tor fiel dabei nicht mehr. Dank eines tollen Torhüters, ihres Kämpferherzens, spielerischen Vermögens und großer Moral triumphierten die Struth-Helmershofer in diesem ewig jungen Derby gegen einen rein spieltechnisch leicht besseren Kontrahenten und besiegten auf heimischem Terrain nach Spitzenreiter Meiningen nun auch den Tabellenzweiten.

hrk

Die Statistik zum Spiel

Struth-Helmershof: Anding – Reich (77. L. Kirchner), Flache (90. Czerjak), Marr, Rothamel, Jakobi, Dellit (46. Jung), Chasseur, Huhn, Happich, Kratsch

Steinbach-Hallenberg: Bindriem – F. Fischer, A. Fischer, König, Luck, Wilhelm, K. Holland-Moritz (11. Dittmar), Kirchner (20. S. Fischer), Wahl, Hermann, M. Fischer (37. R. Holland-Moritz)

Tore: 1:0 Huhn (15.), 1:1 Hermann (40.), 1:2 A. Fischer (46.), 2:2 Rothamel (66.), 3:2 Reich (72.)

Zuschauer: 240

Schiedsrichter: Kißling (Wasungen)

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Erste Mannschaft

Reichs Doppelpack vor der Pause

Kreisoberliga Rhön-Rennsteig, 15. Spieltag
SG FSV Schmalkalden – SV 08 Thuringia Struth-Helmershof 1:3 (0:2)

Schmalkalden – Gegen Spielschluss haderte das Schmalkalder Lager unwirsch mit dem Schiedsrichterkollektiv. Karten, gleich welcher Farbe, ersetzen jedoch nicht die Tore, die nach wie vor ein Spiel entscheiden. Die diesbezüglich eindeutigen Defizite waren letzten Endes für die Niederlage der einheimischen Städter verantwortlich. Ins Spiel gingen die Gäste aus der Struth ohne Wagner und Waap und vor allem erstmals ohne ihren Kapitän und spiritus rector Alexander Huhn (5. Gelbe Karte), während der zweite Spielgestalter der Thuringia, Denny Chasseur, am Donnerstag zuvor Vater eines Sohnes Alwin wurde und sich über lagerübergreifende Gratulationen freute. Einige wichtige Spieler hatten auch die Schmalkalder zu ersetzen.

Der Spielverlauf auf dem zugigen Kunstrasenplatz erinnerte recht stark an das Hinspiel im August in Struth-Helmershof, hatte dann allerdings einen anderen Ausgang als das seinerzeitige 2:2-Unentschieden. Nach nervösem Beginn fanden zuerst die Platzbesitzer zu geordneten Spielzügen. Bereits in der siebten Minute hätten sie in Führung gehen können. Torwart Philipp Anding entschärfte jedoch den Kopfball von Andy Nummer-Wolf aus Nahdistanz (7.). Die Struther setzten dem erste Fernschüsse durch Martin Flache (10.) und Rene Kratsch (12.) entgegen. In der Folge sorgten immer wieder weite Flanken in den Sechzehner für Gefahr im Struther Strafraum, wo namentlich Maik Happich immer wieder abräumte. Während den Schmalkaldern beim konsequenten Pressing der Struther allmählich die Puste ausging, gab es etwa ab der 20. Minute bis zur Halbzeitpause eine Druckphase der Gäste. Sie tasteten sich immer zwingender an das Schmalkalder Tor heran und durften noch vor dem Seitenwechsel zweimal kurz hintereinander jubeln. Flache bekam in aussichtsreicher Position den Ball zugespielt, sah mit viel Übersicht den noch besser postierten Florian Reich und legte selbstlos auf diesen ab. Der donnerte den Ball zu seinem ersten Saisontor unter die Querlatte zum 0:1 (43.). Eine Minute später wurde David Rothamel nach seiner einsatzstarken Balleroberung im Mittelfeld gefoult. Den Freistoß von Chasseur verlängerte Toni Kühn auf Reich, der direkt und unhaltbar zum 0:2 abzog (44.).

Nicht wiederzuerkennen gegenüber ihres laschen Auftritts vor der Pause waren die Schmalkalder nach dem Seitenwechsel. Trainer Thomas Offerle hatte in der Kabine offenbar die richtigen Worte gefunden. Sie drängten die Struther in deren Hälfte und brannten ein Offensivfeuerwerk ab, in dessen Verlauf Nummer-Wolf ganz vorn immer wieder im Brennpunkt stand. Bei der Rettungstat gegen ihn (60.) sahen die Schmalkalder ein Foul und forderten vehement einen Strafstoß. Den gab es nicht, dafür eine Minute später den Anschlusstreffer zum 1:2. Den Schuss von Sebastian Dötsch lenkte Anding an die Latte, gegen den Nachschuss von Nummer-Wolf war er machtlos (61.). Der Ausgleich schien trotz nachlassender Intensität der Schmalkalder Angriffe nur eine Frage der Zeit, da passte Reich bei einem der wenigen Entlastungsangriffe der Gäste auf Rothamel. Der nahm den Ball 18 Meter vor dem Tor halblinks volley und jagte ihn ins obere lange Eck zum 1:3 (76.). Dieses Supertor war die Entscheidung im Spiel. Die Schmalkalder mühten sich danach zwar weiterhin, brachten aber nichts Entscheidendes mehr zuwege.

hrk

Die Statistik zum Spiel

Schmalkalden: König – M. Kaufmann, Fischer, Seruneit (80. Jung), Ertels, Müller (48. Eick), Nummer-Wolf, Dötsch, Wirsig, Stengel (80. Engel), N. Kaufmann

Struth-Helmershof: Anding – Danz, Czerjak, Reich, Flache, Kühn (88. Kirchner), Rothamel, Dellit, Chasseur, Happich, Kratsch

Tore: 0:1, 0:2 Reich (43., 44.), 1:2 Nummer-Wolf (61.), 1:3 Rothamel (76.)

Zuschauer: 120

Schiedsrichter: Specht (Tiefenort)